Manche nennen den Ewigkeitssonntag auch „Totensonntag“. Wer Gott vertraut, für den gehört beides zusammen: der Tod und das neue Leben, das Gott schenkt. Es gibt keinen Menschen, der nicht über den Tod nachdenkt, auch wenn er noch jung ist und das Leben vor ihm liegt. Ich sprach mit einer Verkäuferin darüber, ob man tausend Jahre leben könnte. Ich meinte: „Wenn das Leben gut war, kann man auch gehen.“ Sie antwortete, sinngemäß: „In meinem Leben war noch nicht so viel Gutes.“ Gott möchte, dass wir gut leben. Und Gott ist bei uns im Leben und im Tod.
Im Gottesdienst am 20.11. gedenken wir derer, die im vergangenen Kirchenjahr gestorben sind und wir feiern das Abendmahl. Das erinnert uns daran, dass Jesus Christus auch in den tiefsten Tiefen bei uns ist. Aber auch, dass er den Tod überwunden hat. Außerdem gibt es eine Uraufführung. Der Chor der Friedenskirche singt das Jazz-Stück von Johannes Michel Nach dir, Herr, verlanget mich, eine ungewohnte Vertonung des Psalms 25.
„Der Mensch fürchtet den Tod nur, weil er noch nicht glücklich genug gewesen ist.“ Karl August Varnhagen von Ense.
Sonntag ist Gottesdienst.
Tun Sie sich was Gutes.
